SCOPE ARCHITEKTEN: Good architecture starts with people
TEXT: CORNELIA BRELOWSKI
Visualisation of the new atrium: as the central hub, it connects the floors of the WDF01 building and serves as a meeting place on SAP Campus. Visualisation: SCOPE Architekten
As an interdisciplinary firm specialising in architecture, interior and design, SCOPE Architekten takes a holistic approach, from the urban context down to the finest details.
“Our architecture starts with people,” says Mike Herud, who co-leads the Stuttgart office with Oliver Kettenhofen. “We ask ourselves: what does a place need so that people will actively seek it out, feel a sense of belonging and engage with each other?” SCOPE architecture takes responsibility toward future users as well as companies that want to bring their culture to life – and not least toward a society that needs future-proof, sustainable spaces. Oliver Kettenhofen explains: “In an increasingly digital world, we especially believe in the importance of physical spaces that foster genuine connections.”
SCOPE was founded in Stuttgart in 2010 by Mike Herud and Oliver Kettenhofen – based on the conviction that architecture, interior and design should not be considered in isolation from one another. From the start, the aim was to design spaces based on their respective contexts and the needs of their users. With the number of staff now standing at 40, not only have the team and the scale of the projects grown – the tasks have also become more varied.
Tailored to identity and context
SCOPE’s clients range from international companies through to the public sector. What they have in common is a desire to actively shape change and break new ground. Mike Herud comments: “We see our clients not merely as customers, but as partners in a shared process. Through dialogue with them and the future users, we challenge the status quo, develop requirements and translate them into spatial solutions tailored to the respective identity and specific context.”
Building on the past to shape the future
One of the key priorities for the coming years is to steer existing structures responsibly into the future. With the regeneration of the SAP Headquarters WDF01 in Walldorf, SCOPE Architects are further developing an iconic existing building from the 1990s and creating a new spatial and social hub for the campus. At the same time, the first-prize-winning design for the Bonn Stadthaus site demonstrates how transformation can also work on an urban scale. Existing structures are being purposefully developed further, the site is being opened up and reconnected with the city. Both projects exemplify an approach that is defining SCOPE: recognising existing potential and using it to develop sustainable spaces.

As a polygonal standalone building, Restaurant am Stiftsberg forms the urban conclusion to the campus and creates a new venue for dining, socialising and community. Photo: Zooey Braun
SCOPE ARCHITEKTEN: Gute Architektur beginnt beim Menschen
Als interdisziplinäres Büro für Architektur, Innenarchitektur und Design verfolgt SCOPE Architekten einen ganzheitlichen Ansatz, vom städtebaulichen Kontext bis ins Detail.
„Unsere Architektur beginnt nicht mit der Fläche, sondern mit dem Menschen“, eröffnet Mike Herud das Interview, der das Stuttgarter Büro zusammen mit Oliver Kettenhofen leitet. „Wir fragen uns: Was muss ein Ort leisten, damit Menschen ihn bewusst aufsuchen, sich zugehörig fühlen und miteinander in Austausch kommen?“ Architektur heißt für SCOPE Architekten auch Verantwortung gegenüber den Menschen, die einen Ort nutzen sowie Unternehmen, die ihre Kultur räumlich erlebbar machen wollen – und nicht zuletzt gegenüber einer Gesellschaft, die zukunftsfähige und nachhaltige Orte braucht. Oliver Kettenhofen erklärt: „Gerade in einer zunehmend digitalen Welt glauben wir an die Bedeutung physischer Räume, die Menschen zusammenbringen und echte Begegnung ermöglichen.“
SCOPE wurde 2010 gemeinsam von Mike Herud und Oliver Kettenhofen in Stuttgart gegründet – aus der Überzeugung heraus, dass Architektur, Innenarchitektur und Design nicht getrennt voneinander gedacht werden sollten. Von Beginn an ging es darum, Räume aus ihrem jeweiligen Kontext und den Bedürfnissen ihrer Nutzer*innen heraus zu entwickeln. Mit nunmehr 40 Mitarbeitenden sind seither nicht nur das Team und der Maßstab der Projekte gewachsen – auch die Aufgaben sind vielfältiger geworden.

Die Küche im eigenen Office von SCOPE Architekten wird zum gemeinschaftlichen Treffpunkt im Arbeitsalltag. Foto: Zooey Braun
Zugeschnitten auf Identität und Kontext
SCOPE-Auftraggeber sind vielfältig – von international agierenden Unternehmen bis zur öffentlichen Hand. Was sie verbindet, ist der Wunsch, Veränderung aktiv zu gestalten und dabei neue Wege zu gehen. Mike Herud dazu: „Wir verstehen unsere Auftraggeber nicht nur als Kunden, sondern als Partner in einem gemeinsamen Prozess. Im Dialog mit ihnen und den späteren Nutzer*innen hinterfragen wir Gewohntes, entwickeln Anforderungen gemeinsam weiter und übersetzen sie in räumliche Lösungen, die auf die jeweilige Identität und den spezifischen Kontext zugeschnitten sind.“

Im Workcafé wird der traditionelle Marktstand neu interpretiert: Fliesentisch und transluzente Lamellenvorhänge prägen den lebendigen „Marktplatz“ im Zentrum des Raumkonzepts. Foto: Philip Kottlorz
Bestehendes in die Zukunft führen
Ein Schwerpunkt der kommenden Jahre liegt darauf, Bestehendes verantwortungsvoll in die Zukunft zu führen. Mit der Revitalisierung des SAP Headquarters WDF01 in Walldorf entwickeln SCOPE Architekten einen identitätsstiftenden Bestandsbau aus den 1990er-Jahren weiter und schaffen eine neue räumliche und soziale Mitte für den Campus. Gleichzeitig zeigt der mit dem 1. Preis ausgezeichnete Entwurf für das Stadthaus-Areal in Bonn, wie Transformation auch im städtischen Maßstab funktionieren kann: Bestehende Strukturen werden gezielt weiterentwickelt, das Areal geöffnet und neu mit der Stadt vernetzt. Beide Projekte stehen exemplarisch für eine Haltung, welche die Arbeit von SCOPE prägt: das Potenzial des Bestehenden zu erkennen und daraus zukunftsfähige Räume zu entwickeln.

Das SAP Labs Munich Campusgebäude fügt sich in die Science City Garching ein und schafft auf 25.500 Quadratmetern Raum für die langfristige Forschungskooperation zwischen SAP und der Technischen Universität München. Foto: Zooey Braun
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