A new data perspective: IT company employs people on the autism spectrum

TEXT: JESSICA HOLZHAUSEN | PHOTO © AUTICON GMBH

About 85 per cent of people with autism in Germany are not in permanent employment, even though their abilities and education actually make them an asset for digitalisation. The auticon GmbH wants to change that: the international IT services company exclusively employs people within the autism spectrum as IT consultants and software developers.

“The most thrilling thing is that our colleagues are very good in thinking in a very structured way and discovering patterns,” says project manager Daniel Willkomm about his colleagues with autism. Working with a huge amount of data and analytics, therefore, are auticon’s core skills – from classic database analysis to big data and artificial intelligence. The collaboration from people with and without autism brings together two different perspectives, and project manager Daniel Willkomm is clear when breaking down the benefits of neurodiversity: “We often need a bird’s eye view. For my colleagues, this is not necessary and they often prefer to look at the complete data in detail and start from there.” Especially when it comes to AI, the consultants’ and developers’ IT affinity plays an important role – when developing AI-programs as well as working with different programming languages.

Many employees never finished their education and, beforehand, often had problems on the job market. auticon works with job centres and doctors, but above that, auticon has become well-known as a good employer among people with autism. A good work environment comes first. “We want to integrate autistic people into the mainstream job market. We are no sheltered workshop, but a company with a commercial purpose,” says Heike Gramkow. Next to Dieter Hahn and Ralph Metzroth, she is one of three managing directors heading the German branch of the company since early 2019. auticon was originally founded by Dirk Müller-Remus, himself the father of a son with autism.

“We want to normalise the topic of autism,” says Gramkow. That also means that auticon consultants work directly with clients on site. A job coach prepares the clients for the collaboration: “They communicate the consultant’s individual traits and needs, for example, not to shake hands – contrary to customs.” In Germany, the concept was very successful at seven locations, so auticon expanded internationally and today, has offices in London, Paris, Zurich, Edinburgh, Milan, L.A. and Montreal. The offices recruit and employ their own consultants and deploy them to work with clients.

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Ein neuer Blick auf Daten: IT-Unternehmen beschäftigt Menschen mit Autismus

Rund 85 Prozent der Autisten in Deutschland haben keine feste Anstellung, obwohl ihre Fähigkeiten und ihre Ausbildung gerade in der Digitalisierung besonders gefragt sind. Die auticon GmbH ist angetreten das zu ändern: Das international agierende IT-Unternehmen beschäftigt ausschließlich Menschen im Autismus-Spektrum als IT-Berater und Entwickler.

„Das Spannende ist, dass unsere Kollegen sehr gut sind im strukturierten Denken und Erkennen von Mustern“, sagt Projektmanager Daniel Willkomm über die Mitarbeiter im Autismus-Spektrum. Deshalb ist die Arbeit mit großen Datenmengen und Analytics eine Kernkompetenz von auticon – von der klassischen Datenbankanalyse, bis hin zu Big Data und Künstlicher Intelligenz. Die Zusammenarbeit von autistischen und nicht-autistischen Menschen bringt zwei völlig unterschiedliche Perspektiven zusammen, Projektmanager Daniel Willkomm spricht hier von Neuro-Diversität: „Wir brauchen erst einmal einen Helikopterblick. Für meine Kollegen ist das aber gar nicht notwendig. Sie wollen häufig alle Daten sehen und bauen sich das dann von unten auf.“ Gerade im Bereich Künstlicher Intelligenz spielt zudem die große IT-Affinität der Berater und Entwickler eine große Rolle – sei es in der Entwicklung von KI-Programmen oder im Umgang mit verschiedenen Programmiersprachen.

Viele Mitarbeiter haben dabei keine abgeschlossene Ausbildung, hatten häufig Probleme auf dem ersten Arbeitsmarkt. auticon arbeitet bei der Rekrutierung mit Arbeitsämtern und Ärzten zusammen, aber auch unter Autisten selbst hat sich auticon als Arbeitgeber herumgesprochen. Die menschliche Ebene und eine gute Arbeitsumgebung stehen dabei an erster Stelle „Uns geht es um die Inklusion von Autisten auf dem ersten Arbeitsmarkt. Wir sind keine Behindertenwerkstatt, sondern eine GmbH mit Gewinnabsicht“, sagt Heike Gramkow. Sie ist neben Dieter Hahn und Ralph Metzroth eine von drei Geschäftsleitern, die seit Anfang 2019 das deutsche Geschäft der Gruppe führen. Gegründet wurde auticon ursprünglich von Dirk Müller-Remus, selbst Vater eines autistischen Sohnes.

„Uns geht es darum, das Thema Autismus zu normalisieren“, sagt Gramkow. Und das heißt auch, dass auticon-Mitarbeiter direkt beim Kunden vor Ort arbeiten. Ein Job-Coach steht jedem Mitarbeiter zur Seite und bereitet die Kunden auf die Zusammenarbeit vor: „Sie kommunizieren dabei die spezifischen Besonderheiten des jeweiligen Beraters, dass man jemandem zum Beispiel nicht wie sonst üblich die Hand gibt.“ In Deutschland war das Konzept mit sieben Standorten ein großer Erfolg, so dass sich auticon entschloss, ins Ausland zu expandieren. Inzwischen gibt es Standorte in London, Paris, Zürich, Edinburgh, Mailand, in L.A. oder Montreal, die ihre eigenen Berater rekrutieren, fest anstellen und für Projekte in Unternehmen einsetzen.

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